Am Freitag nach Feierabend ging es los zu meiner kleinen Trekking-Tour ins Schlaubetal. Die Strecke von Eisenhüttenstadt nach Müllrose ist mit zwanzig Kilometern relativ kurz, doch das unwegsame Gelände hat es manchmal in sich. Ich habe mich entschieden östlich an der Stadt vorbeizuwandern. Die ersten 4 Kilometer zeichnen ein kontrastreiches Bild. Auf der linken Seite steht ein Stahlwerk und eine Papierfabrik plus dazugehöriger Industrie. Die chemische Duftwolke, die nach Vogelsang und Polen abzieht lässt nicht wirklich Natur- und Abenteuerstimmung aufkommen. Auf der rechten Seite ist das Bild wesentlich angenehmer und wenn man weit genug vom Luch weg ist, dann sieht es auch stellenweise nach unberührter Natur aus. Nachdem ich den Oder-Spree Kanal über die Brücker der B112 überquert habe, wurde der Weg wesentlich angenehmer. Das Bild der Industriestadt war bald vergessen und es bot sich mir eine schöne und Atemberaubende Natur. Auf den ersten Metern am Oder-Spree Kanal traf ich noch ein paar Angler und die trainierende freiwillige Feuerwehr. Doch dann kam erstmal einige Kilometer, bis auf ein paar Kleingärten, fast nichts.
Etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang habe ich mich auf die Suche nach einem Ort für mein Biwak gemacht. Ich war zwar nur noch 5 Kilometer von meinem Ziel Müllrose entfernt, doch ich war einfach zu Müde um weiterzugehen. Eigentlich wollte ich direkt am Wasser biwakieren, doch die Mücken haben mich mein Vorhaben nochmal überdenken lassen. Im Wald waren zwar auch noch Mücken, aber eben wesentlich weniger.
Am Samstag morgen kurz nach Sonnenaufgang habe ich mein Biwak wieder abgebaut und bin weiter in Richtung Müllrose marschiert. Der Waldweg, war auf meiner gedruckten Karte vollständig eingezeichnet. Das Kartenmaterial von Nokia sagte mir, dass der Waldweg plötzlich endet. Mein Handy hatte recht und so habe ich in diesem Moment die Entscheidung ohne Buschmesser loszuwandern bereut.
Am Ende des Waldes wartet dann ein in der Sonne erwachendes Müllrose auf mich.
Das Wochenende habe ich dann bei meinem Schwager in spe verbracht. Samstags wanderten wir dann mit Kinderwagen den Rundwanderweg um den Müllroser-See. Am Sonntag ging es um den Wirchensee.
Während der Wanderung am Samstag hat meine 8GB Speicherkarte auf dem Handy den Geist aufgegeben. Dadurch sind einige Fotos und auch mein digitales Kartenmaterial verloren gegangen. Das ist ärgerlich, aber zeigt mal wieder, dass man sich eben nicht auf die ganze Technik verlassen sollte.
Eine weitere wichtige Erkenntnis ist, dass ich bei dem Lärm, den die Mücken verursachen nicht schlafen kann und ab sofort Ohropax verwenden werde.